Spielberichte

Hier findet ihr alle Spielberichte der SSG Humboldt. Die aktuellsten stehen natürlich immer oben.

Warum Qualität, wenn man auch Spaß haben kann?

24:30 - Auswärts gegen SCC II - 1. Männer- 11.11.2018


Bevor wir mit dem Spielbericht vom vergangenen Sonntag beginnen, als die SSG Humboldt auswärts bei SCC II auftrat, ein kurzer Programmhinweis! Denn eine neue Folge der Serie „SSGler werfen Bälle gegen Köpfe“ ist in den einschlägigen Mediatheken zu finden. Diesmal: Torhüter Robert Röhle bekommt in der Dienstagstrainingseinheit einen derart heftigen Ball ins Gesicht, dass er am darauffolgenden Mittwoch aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung pausieren muss.
Zeit für eine Warnung an die hier mitlesenden Hobbyhandballer: Bitte probiert selber keine Kopfwürfe aus, ansonsten besteht die Gefahr so zu enden, wie die Torhüter der SSG. Überlasst das den Profis. Und egal, was Euch Freunde und Verwandte einreden wollen: Bälle gegen den Kopf sind nicht cool!


Nun aber direkt ins Spiel, und was gab es hier für Momente! Trauer, Unverständnis, Begeisterung und Freude, all das spielte sich innerhalb von wenigen Minuten ab. Man fing tempo- und torreich an: Die Gäste der SSG Humboldt gingen nach einer halben Minute in Führung, die Tore fielen dann gleichmäßig auf beiden Seiten – und das im Minutentakt. Der sonst recht solide stehende Abwehrverbund der SSG konnte sich gegen die Charlottenburger Rückraumschützen nicht auf ein Konzept einigen. Ein ungehöriger Haufen an Toren fiel durch Würfe außerhalb des Neun-Meter-Kreises.


In der 20. Minute waren folglich schon 20 Tore geworfen worden, und das obwohl die SSG auf den wahnsinnig erfolgreichen Linksaußen Christopher Kaps (wir berichteten) verzichten musste. Doch nicht nur er fehlte, nein, kein einziger nomineller Linksaußen konnte es aus diversen Gründen zum Spiel einrichten. Folglich musste Kreisläufer Sebastian Filter die Arschbacken zusammenkneifen und diese Position beziehen. Zur Halbzeit konnte sich die SSG einen minimalen Vorsprung erarbeiten und ging beim Stand von 13:15 in die Pause.
Zur zweiten Halbzeit ist spielerisch nicht viel zu sagen, denn diese lebte nur bedingt von der Qualität des gespielten Handballs. Erwähnenswert ist, dass die SSG in der Abwehr von der bekannten 6:0-Deckung zur offensiveren 5:1 wechselte, um den gegnerischen Rückraum zu stören, was auch gelang.


Wichtiger jedoch waren die Momente, in denen Gourmets des Handballsports mal wieder sehen konnten, wieso sich ein Besuch bei der SSG stets lohnt. So kassierten die Humboldtianer in Unterzahl in der 43. Minute ein Tor, die Ansage von Trainer Marcus Sander war nun, den Ball „ruhig“ bzw. „entspannt“ zu spielen. Das wollte einer der - dankenswerterweise vom SCC eingesprungenen - Schiedsrichter allerdings nicht einfach so hinnehmen und hob direkt beim Anwurf seinen rechten Arm – passives Spiel war angesagt.


Moment, denkt man sich da als neutraler Beobachter, wie konnte es denn dazu kommen? Ist das nicht viel zu früh? Geht denn das mit richtigen Dingen zu? So geht man als fleißiger Berichterstatter natürlich ins Archiv und lässt sich das Regelwerk von einem Experten erklären. Unter Regel 7:11-12 wird auf das passive Spiel hingewiesen, und siehe da: Dies könne auch angezeigt werden, sobald die Spieler „langsam mit dem Ball zur Mitte“ gehen würden. Nun kann man natürlich sagen, dass die Geschwindigkeit der Sportsfreunde von der SSG durch Intervallläufe gestählt niemals als „langsam“ zu bezeichnen wäre. Nichtsdestotrotz war das angezeigte passive Spiel jedoch durchaus regelkonform. Coach Sander sah das jedoch anders und musste eine – diesmal korrekt verzeichnete – gelbe Karte hinnehmen.


Von diesem Moment an schaffte es die SSG paradoxerweise dann aber langsam, sich einen komfortablen Vorsprung zu erarbeiten. Aus einem 19:20 wurde ein 20:24, daraus dann ein 22:28 in der 55. Minute, bevor das Spiel beim Stand von 24:30 endete. Auch ein abschließender Blick in die Statistik belegt, wieso es sich um ein recht ungewöhnliches Spiel der SSG Humboldt handelte: Normalerweise kann fast jeder Spieler ein Torerfolg verzeichnen, diesmal konzentrierte es sich auf wenige Sportsfreunde, allein vier Spieler erzielten dieses Mal 28 von 30 Toren. Hervorzuheben sei da etwa André Körnig, pardon, DOKTOR André Körnig, dem aufgrund diverser Lücken in der Abwehr der Heimmannschaft nichts anderes übrig blieb, als selbst aufs Tor zu werfen - folglich musste er insgesamt sechs Mal treffen. Ebenso zu nennen sei Alessandro Bartsch, pardon, CTO Alessandro Bartsch, dieser konnte sogar acht Tore erzielen, wobei dem rasanten Rechtsaußen auch zugutekam, dass er gelegentlich nur die Arme ausstrecken musste, der Ball fiel dank präzisester Passarbeit direkt in seine Hände.


Weiter geht es schon am kommenden Sonntag um 18 Uhr in der Halle an der Wartiner Straße gegen die SG NARVA Berlin IV, den Tabellenvorletzten. Für die SSG Humboldt ist das die Möglichkeit, sich in der Tabelle auf Platz drei vorzukämpfen.

Als es zweimal bis nach Brandenburg hallte

26:23 - Heimspiel gegen TSV Marienfelde  - 1. Männer- 21.10.2018


Es gibt Würfe, von denen darf man träumen; bei denen alles klappt und die zu Toren führen, die sich ins Unterbewusstsein einbrennen. Das sind die Aktionen, die noch einmal hochkommen, wenn man nachts im Halbschlaf im Bett liegt und es auf einmal durch den ganzen Körper zuckt. Diese Tore erzielte bei der SSG Humboldt am Sonntag nur einer, dennoch sollten sie entscheidend sein. Aber beginnen wir von vorne.


Heimspieltag in der Wartiner Straße, nach einem Sieg der zweiten Mannschaft gegen Neukölln trat die SSG Humboldt gegen den TSV Marienfelde an. Für die Humboldtianer ging es darum, den Anschluss an die Staffelspitze nicht zu verpassen, die Gäste wollten sich aus dem unteren Mittelfeld der Tabelle herauskämpfen. Um dies zu tun, wählten sie ab Minute Eins ein möglicherweise gut gedachtes Mittel: Sie gönnten dem bis dato torgefährlichsten Spieler der Liga, dem zackigen Zugbauer Markus Wehe, eine Manndeckung.


Hier sei ein kleiner Hinweis für die hier mitlesenden Gegner der SSG Humboldt angebracht: Könnt ihr schon auch so machen. Bringt halt wenig.
Denn Wehe konnte dem Spiel zwar nicht wie üblich seinen Stempel aufdrücken und verlor damit auch die Führung an der Torschützenliste – aber die SSG hat noch andere torgefährliche Spieler. Und die nutzten die ganze Breite des Spielfelds, um Lücken aufzureißen und vor allem die Außen in Szene zu setzen.


Wo wir auch schon bei den zu Beginn erwähnten Traumtoren wären: Linksaußen Christopher Kaps Bälle hämmerte Bälle ins Tor, die mutmaßlich die Geschwindigkeit von Formel-1-Wagen hatten. Der satte Sound von Wurfgeschossen, die er millimetergenau an den langen Innenpfosten nagelte, erfüllte nicht nur die Halle, sondern scheuchte auch die Spatzen im nahegelegenen Brandenburger Umland auf. Würden Bälle Kondenstreifen hinterlassen, Kaps hätte perfekte Linien in die Luft gesetzt.


Wer bis hierhin den Spielbericht gelesen hat, mag jetzt denken: „Das klingt doch ganz gut, ein Handballspektakel, Glückwunsch Jungs.“ Nun muss sich der Autor dieser Zeilen leider dafür entschuldigen, diese Person auf die falsche Fährte geführt zu haben. Denn die SSG spielte wahrlich in vielen Teilen richtig große Grütze zusammen: Die Torhüterleistung – unbefriedigend, nur in der zweiten Hälfte etwas stabiler. Die Konzentration im Abschluss – nicht vorhanden. Das Timing, das Tempo, der Biss in der Abwehr – größtenteils mangelhaft. Oder um es mit den Worten des Gegners zu sagen: „Die sind gar nicht so krass wie Blau-Weiß.“ Die SSG ist zumindest froh, Teil einer Marienfelder Trauma-Bewältigung gewesen zu sein.


Der Vorteil für die SSG - das Spiel konnten sie trotzdem großteils dominieren: 9:5 in der 15. Minute, die Gäste kämpften sich zwar heran, konnten jedoch kein einziges Mal die Führung übernehmen. Mit einer Drei-Tore-Führung (15:12) ging es in die Pause.


In der zweiten Hälfte hieß es einmal mehr emotionales Achterbahnfahren. Zwar erhöhte die SSG ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf 17:13, dann verwarf Wehe jedoch den einzigen Siebenmeter des Spiels, die Gäste glichen schnell aus, 17:17, das Spiel stand auf der Kippe. Sechs Minuten lang. Kein einziges Tor. Kaps erzielte die nächste Führung, vier Minuten später: 19:19. Beim Stand vom 23:21, fünf Minuten vor dem Schlusspfiff, nahm SSG-Coach Marcus Sander schließlich eine Auszeit.


Normalerweise hält sich Sander ja an den altbekannten Amateurtrainer-Spruch: „Kommt mal alle zusammen, dann muss ich nicht so schreien.“ Diesmal war das nicht der Fall. Was hatte sich da angestaut, wie stauchte er seine Mannschaft zusammen! Eltern in den umliegenden Wohnhäusern hielten ihren Kindern die Ohren zu, die Spatzen in Brandenburg brachten sich erneut in Sicherheit. Den Inhalt dieser Ansprache, pardon, Anschreie, wiederzugeben, ist selbstverständlich unnötig. Ganz Berlin hat schließlich mitgehört.


Doch trotz dieser Spielerschelte und den spielerischen Unzulänglichkeiten an diesem Tag lässt sich zum Schlusspfiff wohl vor allem eines sagen: Vergangene Saison hätte Humboldt ein solches Spiel verloren. Diesmal ging es 26:23 für die SSG aus. Glück gehabt.


SSG Humboldt: Lindenau, Röhle (Tor), Raschke, Kaps (6), Klette (3), Nolden (1), Neetzow (4), Körnig (3), Filter (2), Wehe (3), Bartsch (4)

Wir konnten nur gewinnen

25:33 - Heimspiel gegen BTV 1850 II  - Pokal - 14.10.2018


Dieses Wochenende empfingen wir in heimischer Halle den BTV 1850 II zur zweiten Pokalrunde. Während wir in diese entspannt mit Freilos einzogen, hatte der BTV in erster Runde schon gegen Hermsdorf-Waidmannslust II überzeugt. Trotzdem galt für uns heute: es kann nur gewonnen werden – entweder mit einem Überraschungssieg gegen den in dieser Saison bisher sehr überzeugend auftretenden Stadtligisten (8:2 Punkte); oder aber durch ein spielfreies Wochenende, in welchem man sich mental auf die wichtiger gewerteten Spiele der Liga vorbereiten könnte. So viel vorweg: wir freuen uns demnächst mal wieder auf ein freies Wochenende. Wir liefen auf ohne die fehlenden Stammkräfte Nolden, de Almeida, Lindenau, Klette und Engelhardt – dafür auf den Rückraumpositionen verstärkt durch „ich-will-keine-Erste-spielen“-Förstermann und „ich-will-keine-Erste-mehr-spielen“-Sieber.


Schnell waren wir sehr froh über diese Alternativen, denn das Spiel lief furios an. Nach kurzem Verschlafen der ersten Fünf Minuten (0:3), schafften wir es innerhalb einer Minute mit dem BTV gleichzuziehen. Die Unzufriedenheit war den höherklassigen Gegnern anzumerken. Diese zogen bereits nach 8 Minuten und einem Stand von 5:5 die grüne Karte und die bisher offene 3:2:1-Abwehr, in derer sich uns häufig Lücken offenbarten, an den 6 m-Kreis zurück. Ein einfaches Trainingsspiel sollte es heute für den BTV nicht werden. Und so dauerte es noch bis zur 15. Minuten bis diese ihre Abwehr einigermaßen sortiert hatten. Bis zu diesem Zeitpunkt trafen beide Teams nahezu noch nach Belieben (9:9). Der zweite Teil der ersten Halbzeit deutete nun erstmals den Klassenunterschied an. Wir schlugen uns in der Abwehr zwar wacker, doch vorne schlichen sich Fehler ein und es sollte uns bis zur 28. Minute kein Tor mehr gelingen (9:15). Nach einem kurzen Aufbäumen in Überzahl gingen wir mit einem „standesgemäßen“ Rückstand von 4 Toren in die Kabine (12:16). Die Halbzeitsansage dürfte niemanden überrascht haben: hinten weiter solide verteidigen, vorne Ruhe reinbringen, Fehler vermeiden, Chancen nutzen.


Mit dem Wiederanpfiff schien es, als wollte man einige Fehler der ersten Halbzeit so schnell wie möglich wieder gut machen. Die dabei einkehrende Hektik führte aber zu Ballverlusten und schnellen Toren des Gegners, der sich so weiter absetzen konnte (14:22, 36. Minute). Erst im Anschluss gestalteten wir unser Spiel etwas bedachter und konnten uns durch clever rausgeholte Siebenmeter und Tore unserer Aushilfsspieler – sowie durch eine erstarkende Abwehr und Torwartleistung nochmals auf vier Tore rankämpfen (22:26, 48.). Es keimte nochmals Hoffnung auf... Oder war es doch die Sorge vor einem weiteren Pokalspiel? Auf jeden Fall schafften wir es nicht, die begonnene Aufholjagd fortzuführen. Vorne wie hinten schlichen sich noch kleinere Fehler und Abstimmungsschwierigkeiten ein, die dem BTV reichten sich bis auf neun Tore abzusetzen (24:33, 59.). Somit fühlt sich auch das Endergebnis von 25:33 einen Tick zu hoch an, kann aber nicht über ein gutes Spiel mit Kampf und Einsatz hinwegtäuschen. Am nächsten Wochenende empfangen wir den TSV Marienfelde mit hoffentlich ebenso viel Schwung und Siegesmut.


Für die SSG kämpften: Röhle (Tor), Raschke 1, Kaps 2, Sieber 2, Neetzow 2, Körnig 1, Filter 3, Krebsbach, Förstermann 1, Wehe 7 (5), Bartsch 6

Lieber den Urologen im Team als den Ochsen auf der Bank

33:28 - Auswärts gegen KSV AJAX-NEPTUN II - 1. Männer - 06.10.2018


Wann merkt ein Handballer, dass er einen Gegner ernstnehmen sollte? Option 1: Dieser Gegner ist der ungeschlagene Spitzenreiter der Liga. Option 2: Dieser Gegner ist sehr gut informiert und bezeichnet die SSG Humboldt in einem Spielbericht als „ernstzunehmende[n] Gegner“ mit dem „torgefährlichsten Spieler der Liga“. Da am vergangenen Wochenende beim Spiel gegen den KSV Ajax II beides der Fall war, kann man sagen: ein ernstzunehmender Gegner.


Nun ist es natürlich schmeichelhaft, wenn sich der Gegner im Vorfeld informiert, womöglich gar eine gewisse Obsession entwickelt. Sebastian Filter, Seitenwahlverantwortlicher der SSG, war von der Liebe zum Detail dann aber doch verwundert, als er vor dem Spiel nach dem „blendend aussehenden Medizinstudenten“ (Nils Engelhard, wir berichteten – mehrfach) gefragt wurde. Der findige Filter, übrigens Urologe aus Leidenschaft, reagierte wortgewandt: „Der ist heute nicht da.“
Aber kommen wir zum Spiel. Die SSG fand gut in die Partie, erzielte schnell die erste Führung, und traf im Angriff zuverlässig – im Gegensatz zum Spiel eine Woche zuvor. Die Heimmannschaft aus Köpenick blieb dran, was auch teilweise der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass sie in den ersten sieben Minuten vier Siebenmeter zugesprochen bekam und davon drei verwandelte.

 

Unvoreingenommene Beobachter mögen natürlich sagen, dass diese Strafwürfe absolut gerechtfertigt waren. Eben diese Beobachter dürften sich daraufhin allerdings verwundert die Augen gerieben haben, als SSG-Trainer Marcus Sander eine gelbe Karte dafür kassierte, dass er einem seiner Spieler lediglich Anweisungen gab. Diese Verwarnung wiederum wurde im Spielbericht dem Torhüter Lindenau zugeschrieben, obwohl selbst in Köpenick bekannt sein dürfte, dass dieser Teufelskerl keiner Fliege etwas zuleide tun könnte. Aber, so dachte man sich dann wohl in Köpenick, das müssen eben diese richtigen Handballer sein, von denen alle reden – Bad Boys halt.
Die SSG ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen, sie läutete die stärkste Phase im Spiel ein, in der 16. Minute konnte man das Tor zum 8:11 erzielen. An dieser Stelle sei Rückraumspieler Paul Neetzow hervorzuheben: Der Mann, der mit seinen langen Armen den ganzen Hambacher Forst umarmen könnte (vor der Teilrodung), hatte die undankbare Aufgabe, einen Gegenspieler zu decken, der zwar einige Köpfe kleiner, aber flink auf den Beinen und präzise im Abschluss war. Sechs Tore erzielte dieser in der ersten Halbzeit, bis es dann beim Stand von 17:16 in die Halbzeitpause ging.


Klar sehe das manchmal blöd aus, resümierte Coach Marcus Sander die Abwehrleistung von Neetzow: „Aber egal, wen ich da hinstelle, ihr seht alle nicht besser aus.“ Recht sollte er behalten, und Naturliebhaber Neetzow schaffte es im Laufe des Spiels seinen Gegner noch häufiger zu bremsen, machte auch im Angriff eine gute Figur. Das ordentliche Spiel des Humboldter Halbrechten konnte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Spiel der Gäste einiges nicht ganz passte – hinten bei den Torhütern angefangen. Ungenaue Pässe, Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr, gelegentlich dumme Dinger. Der Autor dieser Zeilen sieht da für das nächste Spiel – natürlich gänzlich unvoreingenommen – Steigerungspotential.
Auch die dünne Bank der SSG Humboldt sollte sich in der zweiten Hälfte rächen, man konnte bei dem Tempo, in dem noch in der ersten Halbzeit die Tore geworfen wurden, nicht mehr mithalten. Eine doppelte Unterzahl zur 40. Minute sollte das Spiel vorzeitig entscheiden, KSV Ajax konnte sich einen Vorsprung von mehreren Toren erarbeiten, den man bis zum Spielende nicht mehr hergab. Ein letztes Aufbäumen blieb an diesem Tag aus, und so wurde das Spiel beim Stand von 33:28 abgepfiffen.


Zum Schluss sollte einmal öffentlich auf den Vorwurf der Gegnerseite eingegangen werden, dass die Bad Boys der SSG bei diesem Spiel „wie Ochsen“ reingegangen wären. Das ist natürlich absoluter Quatsch. Eine gesunde Robustheit ist der SSG zwar nicht abzustreiten, aber da ein Ochse bekanntlich ein kastrierter Bulle ist, wollen wir uns von dieser Feststellung ausdrücklich distanzieren. Wozu hat man denn einen Urologen in der Mannschaft?


SSG Humboldt: Lindenau, Röhle (beide Tor), Raschke (1), Klette (2), Nolden (4), Neetzow (3), Weißinger, Filter (2), Heine, Wehe (11/2), Bartsch (5)

Manchmal trifft man das Tor nicht. Und dann den eigenen Mitspieler

27:18 - Heimspiel gegen Borussia Friedrichsfelde  - 1. Männer - 30.09.2018


Der Herbst ist da, und während Apfelbäume fröhlich ihre Früchte von den Ästen werfen, versuchte die SSG so etwas ähnliches am vergangenen Sonntag gegen die Gegner der Borussia Friedrichsfelde. Im Gegensatz zu den allseits beliebten Äpfeln - die meist unter Zuhilfenahme der Gravitationskraft senkrecht nach unten fallen und so den Boden kaum verfehlen können - ist das beim Handball und der SSG Humboldt in wenig komplizierter. Das sollte sich auch an diesem Tag mal wieder zeigen.


Nach wenigen Minuten lag die SSG mit zwei Toren zurück, was vor allem daran lag, dass man selber keines erzielte. Symptomatisch dafür etwa Linksaußen Christopher Kaps, der sich zwar hervorragende Würfe nahm, diese aber nicht im Tor versenkte, sondern lieber am Schlussmann der Borussia abprallen ließ. Dummerweise nahmen sich seine Mitspieler ein gutes Beispiel an ihm und trafen nicht ins Netz. Erst in der neunten Minute gelang es Thomas Nolden, dem Mann mit den schwarzen Tapes an den Knien, das erste Tor für die SSG zu werfen. Der Bann war – zumindest ein wenig – gebrochen, die Bälle fanden endlich ihren Weg am Torhüter vorbei. Bis auf einige Abstimmfehler stimmte auch die Abwehrleistung an diesem Tag und so gingen die Humboldtianer mit einer 12:8-Führung in die Pause.


Was dann kam, das sah laut Interimstrainer Markus Engemann „wirklich mal nach Handball“ aus. In der Halbzeitpause hatte er sich für heute kein gutes Spiel, sondern ein sehr gutes Spiel gewünscht, und die Anstrengung bekam er nicht nur von Markus Wehe, dem Hauptakteur der SSG im Angriff, zu sehen. Schnelles Stoßen, dazu ein kühles Köpfchen, um besser stehende Mitspieler zu sehen, in den Minuten 30 bis 50 klappte das alles doch ganz wunderbar. Die Folge: Eine 6-Tore-Serie zum Stand von 24:12 in der 46. Minute.


Die Zuschauer in der heimischen Halle an der Wartiner Straße waren darüber hinaus begeistert, eine weitere Folge der beliebten Serie „SSGler werfen Bälle gegen Köpfe“ zu sehen: Rückraumspieler Thomas Nolden erkämpfte sich mit einem beachtenswerten Wackler eine Lücke in der gegnerischen Abwehr, übersah dabei jedoch Kreisläufer und Chamäleon Engelhard, der neugierig in dem neugeschaffenen Freiraum stehen blieb. Nolden zog ab, Engelhard sah den Ball, dann kurz gar nichts – und blieb liegen. Nach ein paar Schrecksekunden stand das kleine Lämmchen allerdings wieder auf seinen Beinchen und konnte weiterspielen.


In den letzten zehn Minuten verlor die Heimmannschaft dann jedoch komplett das Konzept: Im Angriff wurde unvorbereitet abgeschlossen, Ballverluste führten zu schnellen Gegentoren. Und auch wenn nach 60 Minuten ein Endstand von 27:18 auf der Anzeigetafel zu sehen war, so konnte man in den Gesichtern der Humboldtianer keine richtige Freude erkennen – zu desolat hatten sie sich in den letzten Minuten gezeigt. Deswegen: Die SSG hatte an diesem Sonntag ein gutes Spiel gemacht. Von einem sehr guten Spiel kann aber keine Rede sein.


Die Chance dafür bietet sich nun, wenn es am kommenden Samstag nach Köpenick geht, wo es gegen den KSV Ajax-Neptun geht – dem derzeitig ungeschlagenen Tabellenführer.


SSG Humboldt: Lindenau (Tor), Raschke (2), Kaps (2), Nolden (5), Weißinger, Engelhard (4), Filter (3), Krebsbach, Wehe (8/3), Neetzow (1), Bartsch (2), Marques de Almeida

Die Suche nach den vergebenen Toren

20:19 - Auswärts gegen HSG Kreuzberg III - 1. Männer - 23.09.2018


An manchen Tagen kann Sport sehr einfach sein. Nehmen wir die alte Handballerweisheit: Wenn man in jedem Spiel nicht weniger als 25 Tore macht und nicht mehr als 20 kriegt, kann man gar nicht verlieren. Der sehr kluge Dichter und Denker, der diesen Spruch ersann, hätte sich beim Spiel der SSG Humboldt gegen die HSG Kreuzberg III wohl die Augen zugebunden.
Denn 25 Tore in 60 Minuten werfen – das ist für die SSG im Normalfall kein Problem. Doch zum ersten Mal in dieser Saison zeichnete es sich schon in den ersten Minuten ab, dass die Gäste kein Schützenfest aufs Parkett zaubern würden. In den vorherigen Spielen trafen die Humboldtianer von Minute Eins an sicher, sie schafften es, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten, und sich so einen Vorsprung herauszuarbeiten. Nicht so in Kreuzberg. Nach acht Minuten lag man 4:1 hinten, das einzige Tor ein Siebenmeter.


Das lag natürlich zum Teil an der Abwehr der Heimmannschaft, vor allem aber an Ungenauigkeiten und technischen Fehlern im Angriff. Als Folge drückte Kreuzberg in der ersten und zweiten Welle schnell nach vorne, scheiterten aber jedoch häufig - und nun wird es Zeit für die ersten warmen Worte in Richtung SSG: Das Rückzugsverhalten der Humboldtianer ist nicht mehr mit dem zu vergleichen, was sich noch vor einem Jahr in Berliner Hallen abspielte, Trainer Marcus Sander kann das als ersten Erfolg seiner Bemühungen verbuchen. Als der Schiedsrichter beim Stand von 11:9 zur Halbzeit pfiff, da war dem aufmerksamen Beobachter in der Halle Vor dem Schlesischen Tor klar: An der Abwehr der SSG liegt es heute nicht.


Es ging gleichauf weiter, in den ersten acht Minuten der zweiten Hälft hielt die SSG gut mit. Dann, beim Stand von 14:13, misslang der Ausgleich, was die Spieler der Humboldt sichtbar kurzzeitig traumatisierte: In den folgenden 15 Minuten warfen sie ein Tor, Kreuzberg fünf. Stand 19:14.
Einen Sieg für die Gäste hatten die Zuschauer in der Halle wohl schon abgeschrieben, als es dann aber doch ganz wunderbar anzusehen war, wie ein kleiner Ruck durch die Gästemannschaft ging: Die Vorgabe lautete Manndeckung, Aggressivität, schnelle Tore. Und die SSG hielt sich daran. Man schnupperte sogar noch am Ausgleich, bis dann das Spiel mit dem Stand von 20:19 abgepfiffen wurde. Die letzten Minuten waren dann auch dafür verantwortlich, dass sich die Spieler nicht zu sehr ob der verspielten Tabellenführung grämten.


Gut zu wissen, dass die SSG kann, wenn sie will. Blöd zu wissen, dass die SSG so selten will. Deswegen hieß es nach dem Spieltag erstmal: Platz 4. Um das zu ändern, geht es am kommenden Sonntag um 18 Uhr in der Wartiner Straße 23 gegen Borussia Friedrichsfelde, die mit zwei Niederlagen aus drei Spielen in die Saison gestartet sind.


SSG Humboldt: Lindenau, Röhle (Tor), Raschke (1), Kaps (2), Klette, Nolden (2), Neetzow (2), Filter (2), Engelhard (1), Wehe (6/4), Bartsch (3)

Die zwölf Minuten des Knochenbrechers Engelhard

30:24 - Heimspiel gegen SG FES II - 1. Männer - 16.09.2018


Es war ein Sonntag der ersten Male: Das erste Heimspiel der Saison, das für die Freunde der SSG Humboldt nach mehrjähriger Abstinenz wieder in der Darßer Straße 97 stattfand. Aber auch das erste Spiel für den neuen Coach Marcus Sander, der zu Beginn der Saison die Verantwortung für diese Handballtruppe übernommen hatte. Auch ein weiteres Detail sollte der Partie gegen die SG FES II zusätzliche Würze verleihen: Sowohl Sander als auch Rückraumhüne Thomas Nolden blicken auf eine einschlägige FES-Vergangenheit zurück, waren sie doch selber jahrelang in diesem Verein aktiv. In der Kabinenansprache machte SSG-Trainer Sander seinen Schützlingen eindrücklich klar: „Solche Spiele verliert man nicht.“


Wohl von diesen Worten beflügelt legte die SSG wieder ähnlich gut los wie schon in der Woche zuvor gegen Pfeffersport II. Ex-FESler Nolden konnte sich in den ersten Minuten mit zwei Toren auszeichnen, auch die Abwehr stand: Die ersten vierzehn Minuten blieben die Humboldtianer ohne Gegentor, erst ein Siebenmeter der Gäste markierte das 5:1. Die Trefferquote blieb über das ganze Spiel hinweg hoch – das kannte man aus vergangenen Spielzeiten anders. Der Vorsprung konnte über die erste Halbzeit gut verwaltet werden, die SG fand nur selten gute Wurfgelegenheiten und hatte darüber hinaus Probleme, den Ball im Tor unterzubringen. Beim Stand von 14:8 ging es in die Halbzeitpause.


Von nun an sollte – ähnlich wie in der Vorwoche – das Spiel zerfasern. Exemplarisch dafür der Einsatz von Nils Engelhard, ein ausgebildeter Kreisläufer, der allerdings aufgrund von Personalmangels die Ansage des Trainers bekam, auch rechts-außen aktiv zu werden. Das verstand der politikbegeisterte Medizinstudent wohl ein wenig falsch: Der stets blendend aussehende Jungspund legte eine bemerkenswerte Gewaltbereitschaft – pardon – Robustheit an den Tag, so dass er innerhalb von zwölf Minuten insgesamt drei Zeitstrafen sammelte und so die erste rote Karte der SSG in dieser Saison auf seinem Konto verbuchen konnte. Knochenbrecher Engelhard war mit seinen Fehlgriffen allerdings nicht alleine, insgesamt sieben Mal wurden Spieler der SSG Humboldt vom Platz gestellt. Tatsächlich stellten sich die Humboldtianer in der Abwehr oft unnötig ungeschickt an und bekamen selbst vorhersehbare Aktionen der Gegner nicht in den Griff – auch die Anzahl von neun Siebenmetern für FES spricht Bände.


Dass der Vorsprung jedoch nie in Gefahr zu sein schien, lag auch an der Ungefährlichkeit der SG, die aus dem Spiel heraus nur wenig Torgefahr ausstrahlte. Besorgniserregend ist hingegen die Tendenz des Mindener Blondschopfs Markus Wehe, Kopftreffer anzubringen und dabei scheinbar nicht mehr zwischen Freund und Gegner unterscheiden zu können. So traf er nicht nur – wie schon im Spiel zuvor – den gegnerischen Torhüter bei einem Siebenmeter sanft am Haupt (wir berichteten), selbst Mitspieler Nolden bekam einen Pass an den Hinterkopf zu spüren. Über diese und wenige andere Abstimmungsschwierigkeiten im Angriff sollte man jedoch hinwegsehen können, vorne stimmt es soweit, in der Abwehr muss aber noch nachgelegt werden.
So endete das Spiel mit einem Endstand von 30:24, die zahlreich angereisten Fans von FES II mussten enttäuscht die Heimreise antreten. Sie hatten wohl geplant, in einem Hexenkessel die beiden Ex-Sportkameraden Sander und Nolden erheblich unter Druck zu setzen und sie zu Fehlern zu zwingen. Nach dem Spiel äußerte sich Nolden dann exklusiv zu der Stimmung in der Halle: „Das war mir egal.“


Weiter geht es am kommenden Sonntag für die SSG Humboldt I um 12 Uhr gegen den derzeitigen Tabellenführer Kreuzberg III in der Halle Am Schlesischen Tor 1. Für die After-Hour-Freunde der SSG: Das Chalet ist direkt gegenüber.


SSG: Lindenau, Röhle (beide Tor), Raschke (1), Sieber, Klette (1), Nolden (6), Filter (1), Wehe (13/4), Kaps (3), Engelhard (1), Marques de Almeida (4)

Ein Kopftreffer wie eine sanfte Brise am Ostseestrand

22:31 - Auswärts gegen Pfeffersport II - 1. Männer - 08.09.2018


Für die SSG Humboldt war es ein Start in die Saison, wie er nicht einmal im Lehrbuch stehen würde – zumindest wenn man auf die ersten Minuten im Spiel gegen Pfeffersport II betrachtet. Kein Gegentor, schnelles Abräumen auf Außen, Zuckerpässe in den Tempogegenstoß, das alles hätte dem neuen Trainer der SSG, Marcus Sander, natürlich Freudetränen in die Augen getrieben – wäre er denn bei dem Saisonauftakt dabei gewesen. Doch ein noch vor seiner Verpflichtung geplanter Urlaub verhinderte dies leider. Kein Grund jedoch für Sander an seiner neuen Mannschaft zu zweifeln, hatte er doch nach einer kurzen, aber intensiven Vorbereitung das Gefühl, die erste Mannschaft gut auf das Spiel eingestellt zu haben. An seiner statt nahm Thomas Heine den Platz als Spielertrainer ein. Kurzer Spoiler: Der ehemalige Trainer der SSG sah keine Notwendigkeit sich einzuwechseln.
Springen wir in die 15. Minute, Pfeffersport hatte nun einigermaßen ins Spiel gefunden, traf nun vor allem mit zwei Hünen aus dem Rückraum – die Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Abwehr und den Torhütern der SSG sollten bis zum Schlusspfiff nicht ganz in den Griff zu kriegen sein. Auch im Angriff merkte man, dass die Spiel- und Sportgemeinschaft noch Zeit braucht, um wirklich in der neuen Saison angekommen. Zwar verhinderte ein ordentliches Rückzugsverhalten Schlimmeres, jedoch schlichen sich im Angriff nun mehr technische Fehler ein.
Nach dem Wiederanpfiff sollte sich dieser schlechte Eindruck verstärken. Nahezu desolat fand man einige Humboldtianer auf der Platte stehen, ihrer Ratlosigkeit verschafften sich einige dadurch Raum, indem sie die Verantwortung für Fehler bei den Mitspielern suchten. Für Coach Heine ein klares Zeichen, früh die Auszeit zu nehmen und seine Hitzköpfe an den Haaren aus dem Schnellkochtopf zu ziehen. Das sollte tatsächlich gelingen, die komfortable Führung von zumeist einem halben Dutzend Toren wurde über den Rest des Spiels gehalten – von einer Glanzleistung scheint diese Mannschaft allerdings noch einige Intervallläufe entfernt. Es reichte am Ende dennoch für ein gutes Ergebnis: 31:22.
Eine wunderbare Nachricht ging dann am Sonntag ein: Nach dem ersten Spieltag führt der 7-Meter-Teufelskerl Markus Wehe die Torschützenliste der Bezirksliga Staffel A an. Jener Wehe, der fünf von sechs Strafwürfen verwandelte, den letzten jedoch gegen den Kopf des torhütenden Pfeffersportlers hauchte. Mit elf Toren wurde er einstimmig (eine Stimme, also die des geneigten Autoren) zum SPIELER DES SPIELS gewählt.
Am Sonntag, den 16. September, steigt dann die erste große Heimspielsause diese Saison mit einer Neuerung: Die SSG bezieht wieder ihre alte Halle in der Darßer Straße 97! Los geht es um 15:30 Uhr mit dem Spiel der zweiten Mannschaft, die nach ihrem grandiosen Aufstieg ebenfalls in der Bezirksliga spielt, gegen die dritte Mannschaft der Füchse Berlin. Anschließend tritt die Erste gegen den SG FES II um 18 Uhr auf das Parkett.

SG Hermsdorf/Waidmannslust II - SSG Humboldt

19:28 (7:14) - 1. Männer - 25.02.2018

Die erste Herrenmannschaft der SSG Humboldt bleibt im Jahr 2018 weiterhin ungeschlagen. Nachdem in der Vorwoche mit dem BSV 92 II eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu Gast in der Wartiner Straße war, fuhren wir diesmal nach Hermsdorf/Waidmannslust und trafen dort auf die zweite Mannschaft der SG. Aufgrund der unschönen Szenen nach dem Hinspiel gab es die offizielle Entschuldigung seitens der SSG Humboldt durch den Mannschaftsverantwortlichen an diesem Tag.


Nun zum sportlichen Teil des Tages. Beide Mannschaften konnten auf einen breiten Kader setzen. Wir mussten auf Wehe, Kaps, Opitz und Weissinger verzichten. Auf der Bank fehlten mit Sieber und Engemann ebenfalls zwei wichtige Persönlichkeiten. Die Mannschaft kompensierte dies jedoch phantastisch um dies vorweg zu nehmen. Der Fokus wurde auf die Defensive gelegt und sollte als Fundament dienen. Wir kamen gut ins Spiel und gingen nach der 1:0 Führung, es sollte die letzte Führung in diesem Spiel für unsere Gastgeber bleiben, von Hermsdorf/Waidmannslust sehr effektiv mit unseren Möglichkeiten um. Folgerichtig stand es nach knapp 5 Minuten 3:1 für die SSG Humboldt. Durch zwei sicher verwandelte 7 Meter von Kilian konnte die SG zwar nochmal ausgleichen, aber die Spieler der SSG Humboldt blieben im Anschluss sehr stabil in der Deckung und ließen lediglich vereinzelte Würfe zu, welche durch einen erneut starken Lindenau zwischen den Pfosten, gut pariert wurden. Zwischen der 10. Und 20. Minute setzte sich Humboldt auf 5:8 ab. Beide Mannschaften schlossen in den kommenden 5 Minuten einen Nichtangriffspakt und so sorgte erst die Auszeit der Heimmannschaft beim Stand 5:8 für einen Zwischenspurt der SSG Humboldt. Bis zur Halbzeit konnten wir uns, angeführt von einen starken Thomas Nolden, auf 7:14 absetzen und die letzten knapp 6 Minuten mit 6:2 gewinnen. Bis auf Röhle konnten zu diesem Zeitpunkt bereits alle Spieler Kontakt zu diesem Spiel aufnehmen und bekamen Einsatzzeit.


In der Pause war die klare Vorgabe weiterhin hart in der Deckung zu arbeiten und Hermsdorf/Waidmannslust so keinen Zugriff auf das Spiel zu gewähren. Der Gastgeber investierte in den ersten 10 Minuten viel und wurde in der Deckung etwas offensiver. Durch die nötige Ruhe und Übersicht ließen wir die SG jedoch nie näher als 5 Tore herankommen. Die kommenden 10 Minuten gehörten dann auch uns und wir konnten das Spiel spätestens beim 14:24 entscheiden. Da sich in den letzten 10 Minuten Unkonzentriertheiten einschlichen musste der Mannschaftsverantwortliche eine Auszeit nehmen. Die Spieler wurden eindringlich darauf hingewiesen nicht nachzulassen. Ein Verweis auf den direkten Vergleich sollte reichen um die Intensität wieder zu erhöhen und letztlich das Spiel mit 19:28 zu gewinnen.


Festzuhalten bleibt, dass wir nach einer katastrophalen Einstellung in den Spielen der Hinrunde endlich angekommen sind in dieser Liga. Die Mannschaft zeigt die richtige Einstellung in der Deckung und ist bereit die Aufgaben mit Respekt und Demut anzugehen. Die Vorgaben des Trainerteams werden gut umgesetzt und das Vertrauen in seinen Nebenmann ist wieder vorhanden.

 

Wir freuen uns jetzt auf die kommenden Spiele gegen Kreuzberg II und Z88 II. Dort wollen wir wieder versuchen zwei Topmannschaften dieser Klasse zu ärgern.


Auch die Unterstützung von den Rängen war phantastisch und wir hoffen euch auch in den kommenden Begegnungen mitzunehmen.


Ein Kompliment geht an dieser Stelle an den unparteiischen Sportskamerad Lochau, welcher ein unauffälliger Spielleiter war in einem durch und durch fairen Spiel beider Mannschaften.

 

 

 

HC Pankow - SSG Humboldt

19:21 (10:7) - 1. Männer - 04.02.2018

Nach dem TSV Marienfelde stand das nächste Spiel gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel an. Wir erwarteten ein intensives und emotionales Spiel, so wie es in den Aufeinandertreffen der letzten Jahre stets war. Das alle Spiele geprägt waren von Spannung und einer Spur Drama muss eigentlich nicht gesondert Erwähnung finden.


Der SSG fehlten lediglich 4 Spieler mit Kaps, de Almeida, Raschke und Opitz. Die Deckung stellte bereits im Training den inhaltlichen Kern dar. Es kristallisierte sich schnell heraus, dass es heute nur über eine intensive Deckungsarbeit zum Erfolg gehen kann. Großes Plus der Mannschaft war eine positive Einstellung und der Glaube an die Idee für dieses Spiel. Wir wollten von Anfang mit Tempo spielen um davon zum Ende des Spiels zu profitieren. Die Defensive agierte nach kurzer Eingewöhnungszeit gut und ließ nur wenig zu. Vor allem auch das Zusammenspiel zwischen Block und Torhüter sollte ein Schlüssel zum Erfolg sein. Selbst eine hohe Fehlerquote in der ersten und zweiten Welle wurde keine Bedeutung geschenkt, sondern es wurde weiterhin mit Druck gespielt. Aufgrund der Fehlerquote lagen wir zur Halbzeit mit 10:7 im Hintertreffen.
Mit dem ersten Angriff in Halbzeit zwei konnte Pankow eine 4 Toreführung herausspielen. Im Anschluss wurde jedoch die erste und zweite Welle deutlich effektiver ausgespielt und man konnte die nächsten 7 Minuten mit einem 6:1 Lauf aus Sicht der SSG abschließen. In der Folge blieb es ein Schlagabtausch, in welchem die SSG Defensive immer besser agierte und Lindenau dahinter im Tor zum Matchwinner von seinen Vorderleuten gemacht wurde. Nach dem 21:17 für die SSG nach gut 56 Minuten sollte das Spiel eigentlich entschieden sein. Eigentlich! Wie bereits eingangs beschrieben kann dieses Duell aber nicht ohne Drama auskommen. Die SSG verspielte noch einige Male völlig unnötig den Ball und der HC Pankow bekam tatsächlich die Möglichkeit auf den Ausgleich oder gar den Sieg. Aufgrund eines grandiosen Jan, welcher mit gutem Stellungsspiel gegen die Schützen agierte und noch 3 freie Bälle dem HC Pankow abnahm, konnten wir das Spiel für uns entscheiden.


Letztlich gewann die SSG Humboldt das Spiel mit 19:21 und schlägt nach dem TSV Marienfelde auch die zweite Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel. Wir erspielten uns erneut eine Vielzahl von Möglichkeiten und schafften es regelmäßig unsere Außenspieler frei zu spielen. Diese verstrickten sich über das gesamte Spiel in ein Duell mit dem Torhüter des HC Pankow. Beide Torhüter wiesen jeweils eine Quote an gehaltenen Bällen von über 50% auf und können zurecht als die beiden besten Spieler bezeichnet werden an diesem Abend. Jan war hier jedoch einen kleinen Tick besser als sein Gegenüber. Ebenso schafften wir es erneut in der zweiten Hälfte weniger Gegentore als in der ersten Halbzeit zu bekommen. Im Gegensatz dazu erzielten wir in der zweiten Hälfte doppelt so viele Tore wie in der ersten Halbzeit.


Begünstigt wurde dieser Erfolg sicherlich durch den Hallenboden, wodurch beide Mannschaften nur begrenzt 1:1 Situationen kreieren konnten.  


Es heißt jetzt diese defensive Stärke zu konservieren und auch in den kommenden Spielen wieder abzurufen. Als nächstes steht das Spiel gegen die zweite Mannschaft des BSV an.

 

 

TSV Marienfelde – SSG Humboldt

34:16 (19:9) - 1. Männer - 27.01.2018

Die Trainingswoche vor diesem Spiel war sehr intensiv, da kein Spieler das Hinspiel so stehen lassen wollte. Die ein oder andere kleine Anpassung im Training und in den Spielen fängt langsam an zu greifen und wir sind bemüht dies auch weiterhin umzusetzen.

 

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Über 3:0 und 8:3 war das Spiel früh entschieden. Die SSG zeigte von Anfang an, dass man nicht gewillt war dem Gegner auch nur ein Tor zu schenken. Die Deckung agierte aggressiv aber fair und im Angriff konnten alle Mannschaftsteile sich einbringen. Bei einem 19:9 wurden die Seiten gewechselt. Die Mannschaft nahm sich vor das Hinspielergebnis zu egalisieren und zu überbieten um die damals gezeigte eigene Leistung vergessen zu machen.


Dies gelang auch in der zweiten Hälfte. Erneut bekam man im zweiten Durchgang weniger Gegentore als im Ersten und konnte die Intensität im Angriff annähernd hoch wie in der ersten Hälfte halten. Letztlich erzielten unsere Außenspieler insgesamt 14 Tore und auch unsere Kreisläufer trugen 4 Tore zu diesem Erfolg bei. Letztlich kam den Kreisläufern heute jedoch eine andere Rolle zu und sie schafften viel Platz für unseren Rückraum. Das unser Rückraum treffsicher und recht variabel ist, sollte eigentlich keiner Erwähnung mehr bedürfen.
Ebenfalls erfreulich ist, dass sich alle Spieler mit mindestens einem Tor auf dem Spielberichtsbogen eintrugen.


Jetzt heißt es die Intensität im Training wie in den kommenden Spielen hochzuhalten um auch dort gute Ergebnisse zu erzielen. Ein Sieg in dieser Höhe gegen Marienfelde war sicherlich nicht zu erwarten, aber wir nehmen diesen natürlich gern mit.

 

In der kommenden Woche sehen wir uns in Pankow zum Spiel gegen den nächsten starken Gegner dieser Klasse.

 

Pfeffersport II – SSG Humboldt

17:25 (11:12) - 1. Männer - 13.01.2018

Beim Tabellennachbarn von Pfeffersport mussten wir auf 5 Stammkräfte verzichten. Wehe, Körnig, Neetzow, A. Bartsch und Engelhard fehlten verletzungsbedingt oder aus persönlichen Gründen. Dies bedeutete erneut, dass ein komplett neuer Rückraum zusammengewürfelt wurde. Diesmal agierten im Rückraum Nolden, nach überstandener Sprunggelenksverletzung feierte er sein Comeback mit 3 Toren und 2 Lattenkrachern, de Almeida sowie auch Herrschel. Ergänzt wurde der Rückraum durch Filter, Förstermann (2. Mannschaft) wie auch Heine (Trainer).


Das Spiel begann mit vielen Unsicherheiten auf beiden Seiten. Die SSG konnte hierbei den ersten Treffer setzen und ging auch beim 2:3 nochmals in Führung. Anschließend zeigte man sich als guter Gast und überließ den Pfeffersportlern das Privileg zu führen. Von der 20. Bis zur 24. Minuten konnten die Pfeffersportler jedoch überrascht werden. Die SSG konnte mit guter, erfolgreicher Rückzugsbewegung und gutem Umschaltspiel 4 Tore erzielen bei nur einem Gegentreffer. Dies bedeutete die erste Führung nach gut 20 Minuten.


Auch zur Pause lagen die Mannen der SSG mit einem Tor in Führung. Die ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit gestalteten sich nochmals ausgeglichen. In der 40. Minute konnte Pfeffersport dann ein letztes Mal ausgleichen beim Stand von 14:14. In der Folge hielt unsere Deckung sich für 10 Minuten schadlos und im Angriff überzeugten Nolden und Kaps, welche maßgeblich an der 14:19 Führung beteiligt waren. In den letzten 10 Minuten gelangen den Pfeffersportlern nochmals 3 Tore. Den Humboldtianern jedoch 6 Tore in der selben Zeit.


Schlüssel zum Sieg war eine sich gut bewegende Deckung und dem daraus resultierenden guten Torhüterleistungen. Jeder war bereit in der Abwehr für den Nebenmann einen Schritt mit zu machen. Die Umsetzung der zweiten Welle und des Positionsspiels hat noch Luft nach oben.
Alle Spieler bekamen in etwa zu gleichen Teilen Spielzeit und jeder schulterte ein Stück der Verantwortung.


Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte ein Dribbling de Almeidas heraus, welcher den Pfeffersportlern einen kleinen, kostenlosen Sambakurs verordnete. Vor allem aber Filter wusste mit viel Ruhe seine Einsatzzeit zu nutzen und brachte Struktur ins Spiel. Ebenfalls konnte er aus dem gebundenen Spiel heraus gute Abschlussmöglichkeiten für seine Mitspieler kreieren.

 

Die gegnerische Trainerin versprach im Rückspiel ein Duell Augenhöhe. Auf dieses freuen wir uns natürlich.

VfV Spandau III – SSG Humboldt

23:22 - 1. Männer - 09.12.2017

Eine Niederlage, die schmerzt, weil vermeidbar!
Die erste Halbzeit dominiert die SSG HUB, mit einer leichtfüßigen aggressiven Deckung, die viele Ballgewinne oder schlechte Würfe provoziert. Was dennoch durchkommt, hat eine stark aufgelegter Rob, der das Tor verbarrikadiert - in den ersten zwanzig Minuten nur 5 Gegentore! Im Angriff sehen wir dann gut aus, wenn wir konsequent die 1. und 2. Welle mit hohem Tempo spielen. Trotz des verdienten 15:10 zur Halbzeit deuten sich bereits Probleme im Positionsangriff an, da Fahrigkeit und Unkonzentriertheiten immer wieder Fehler und Ballverluste hervorrufen.

Dies setzt sich in der 2. Hälfte leider konsequent fort, auch ausgelöst durch die offensive 4:2-Deckung, die unsere Aufbaureihe lahmlegt. Die anderen Spieler schaffen es nicht in Kleingruppensituationen oder durch Laufspiel die sich bietenden Räume zu nutzen. Unsere Außenspieler verharren zu statisch auf ihren Positionen, so dass wir keinen Spielfluss mehr kreieren, weil Anspielmöglichkeiten fehlen. Tempogegenstöße sind in der 2. Hälfte auch Fehlanzeige.
Wir schaffen es auch nicht unsere konsequente Abwehrarbeit in der 2. Halbzeit fortzusetzen. Immer wieder gelingt es VfV Spandau ihren Rechtsaußen zum Abschluss zu bringen.

Am Ende unterliegen wir in einer umkämpften Partie, weil wir wieder einmal dank unserer schlechten Wurfeffizienz den Gegner zurück ins Spiel holen. Nur 23 Gegentore sprechen für eine insgesamt gute Abwehrleistung, aber 22 erzielte Tore liegen unter unserem Anspruch. In den letzten 8min erzielte keine Mannschaft ein Tor! Das zeigt aber auch die mentale Kraft, mit der sich die Mannschaft gegen die Niederlage stemmte, auch in Unterzahl und mit zwei nicht verwandelten 7m gegen Jan!!!!!

Mit dem SC Siemensstadt begrüßen wir zum letzten Spiel in diesem Jahr einen alten Bekannten, der tabellarisch auf Augenhöhe ist. Ansporn genug nochmal zwei Punkte einzufahren!

 

SSG Humboldt – SG OSF IV

32:25 (14:15) - 1. Männer - 25.11.2017

Im Vergleich zu den letzten beiden Spielen, sollten sich die ersten 16 Minuten als ganz schwach herausstellen. Zu diesem Zeitpunkt lagen wir bereits mit 3:9 zurück und die SG OSF wusste durchaus zu gefallen. Wir hingegen ließen, Einsatz, Wille und die Bereitschaft in der Abwehr zu arbeiten vollends vermissen. Die mehr als notwendige Auszeit folgte und die Herren der SSG fingen sich an daran zu erinnern, dass sie zum Handballspielen nach Ahrensfelde gefahren sind. Bis zur Halbzeit konnte der Rückstand auf ein Tor minimiert werden.


In der zweiten Halbzeit dauerte es lediglich 1:22 um erstmalig in Führung zu gehen. In den restlichen gut 29 Minuten war die Führung niemals in wirklicher Gefahr. Schlüssel zum Sieg war diesmal die sehr geringe Fehlerquote nachdem wir uns entschieden an diesem Tag mit dem Handballspielen zu beginnen. So zeigten wir 45 Minuten guten Handball und fuhren letztlich einen verdienten Sieg ein.


Auffällig auch, dass Jan beide 7m halten konnte.

 

SSG Humboldt II – Vgg Adler 12

26:19 (15:10) - 2. Männer - 25.11.2017

Auch in diesem Spiel lag die Zweite stets in Führung und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Gab es zuletzt noch Kritik an den Zuspielen zum Kreis, konnte dies in diesem Spiel deutlich verbessert werden. So kam André Bartsch auf 10 Tore und zeigte sich sehr sicher in seinen Abschlüssen. Die Spielfreude und das Zusammenspiel verbessert sich von Spiel zu Spiel und es macht Spaß diese Entwicklung zu verfolgen.

SSG Humboldt – Z88 II

24:25 (11:9) - 1. Männer - 11.11.2017

Erneut mussten wir gegen den Tabellenführer antreten. Jedoch hatten wir diesmal etwas Rückenwind nach dem sehr spannenden Spiel gegen Kreuzberg II.


Wir nahmen uns vor von Beginn mit einer aggressiven Deckungsarbeit die Zehlendorfer zu verunsichern und zu einfachen Toren zu kommen. Dies gelang uns bis zum Stand von 11:4 auch bestens. Z88 fand im Angriff wie in der Deckung keinerlei Mittel um uns ernsthaft in Gefahr zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt waren etwas mehr als 18 Minuten gespielt.


Wir nutzten die Gelegenheit und den Vorsprung um gerade im Rückraum für Pausen zu sorgen. Dafür nahmen wir in Kauf etwas den Rhythmus zu verlieren im Angriff. Z88 hingegen kam durch die Einwechslung von Moritz Przibilla neuen Schwung. Ihn sollten wir auch im gesamten Spiel nicht unter Kontrolle bringen. Unsere Gäste kamen Tor um Tor heran und konnten bis zur Halbzeit auf 11:9 verkürzen. Ab der 20. Minute waren wir einfach mit ein paar Prozent zu wenig auf der Platte.
Bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit zeichnete sich ein ähnlicher Spielverlauf wie gegen Kreuzberg ab. Nur das diesmal unsere Gäste das bessere Ende für sich hatten. Zwei Sekunden vor Schluss erzielten sie den Siegtreffer.


Zusammenfassend kann man jedoch auch weiterhin eine steigende Tendenz in unserem Spiel erkennen, was das Trainergespann positiv in die Zukunft schauen lässt.

 

SSG Humboldt II – HF BW Spandau II

29:13 (13:8) - 2. Männer - 11.11.2017

Gegen stark dezimierte Gäste aus Spandau gab es von der ersten Minute an keinen Zweifel daran wer dieses Spiel gewinnen würde. Die Mannen der SSG zeigten sich spielfreudig und hielten die Fehlerquote gering. Alle Spieler kamen zum Einsatz und alle eingesetzten Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein.


Spandau fehlten im Laufe des Spiels Ideen im Angriff und mit dem Nachlassen der Kräfte konnte die SSG einen Gegenstoß nach dem anderen laufen.

 

HSG Kreuzberg II - SSG Humboldt I 20:21 (8:11)

1. Männer

Bevor ich in das Spiel einsteige möchte ich ausnahmsweise ein wenig Jammern. Diese Saison scheint das Verletzungspech unser Begleiter zu sein. Nachdem Sandro und Kai wieder zurück im Kader waren, mussten wir diesmal auf Thomas, verletzte sich im letzten Spiel, und Jakob, Verletzung aus dem letzten Training, verzichten. Dafür sprang Wigand ein und feierte sein gefühltes 100tes Comeback.

 

Nun aber zum Spiel. Wie in der Analyse der HSG Kreuzberg II festgestellt wurde starten sie gut in Spiele. So auch heute, denn nach 3 Minuten stand es 2:0 für unsere Gastgeber. Nach dem uns einen Moment geschüttelt haben, konnten wir das Spiel in den kommenden 10 Minuten ausgleichen, so dass es nach 12 Minuten 4:4 stand. Jeder aus unserer Kreis und Rückraumachse trug sich in die Torschützenliste ein. Wieder Flo und Sandro stellten dann auf 4:6. Bis zur 23. Minute konnten wir uns auf 6:11 absetzen. Eine bärenstarke Abwehrarbeit mit viel Leidenschaft und Energie erspielten wir uns diesen Vorsprung. Leider standen wir uns in der ersten Hälfte in der Offensive teilweise selbst im Weg und suchten zu schnell den schnellen Pass in den Gegenstoß. So wechselten wir die Seiten bei einem Stand von 8:11.

 

Die zweite Hälfte sollte mit derselben Intensität gespielt werden wie auch die erste Halbzeit. Bis zur 52. Minuten gelang dies auch annähernd perfekt da wir den Halbzeitvorsprung konstant hielten. Dabei trotzten wir auch einer doppelten Unterzahl. In den kommenden 5:30 Minuten schienen wir jedoch alles zu verspielen. Kreuzberg startete einen 4:0 Lauf und so lagen wir mit 2:17 Minuten vor dem Ende mit 19:18 zurück. 30 Sekunden später der Ausgleich durch André und bei noch 53 Sekunden Spielzeit liegen wir erneut mit einem Tor hinten. Dann überschlagen sich die Ereignisse ein wenig. Erst bekommt Möller von der HSG 2 Minuten. Für meinen Geschmack etwas zu hart. Dann macht Markus den erneuten Ausgleich um im Zurücklaufen ebenfalls 2 Minuten zu bekommen, definitiv auch zu hart. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 19 Sekunden zu spielen und die HSG hat den Ball. Damit steht fest, dass wir maximal einen Punkt aus Kreuzberg mitnehmen. Die HSG tut uns jedoch den Gefallen und nimmt noch eine Auszeit. 16 Sekunden sind noch zu spielen. In der Auszeit gab es die klare Vorgabe, dass wir auf Sieg spielen. Dementsprechend wurden alle Rückraumspieler in Manndeckung genommen und es sollte ein Wurf über Außen provoziert werden. Der Rechtsaußen spielte den Ball jedoch in Richtung Kreis und damit André genau in die Armee, langer Pass, Abschluss von Christopher und Tor. Das Spiel ist beendet. Die Mannschaft belohnt sich damit für eine gute Defensivleistung.

 

Herauszuheben ist die Ruhe mit der die Mannschaft agierte und dem unbedingten Willen dieses Spiel zu gewinnen, auch wenn nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen wurden. Ein Sonderlob bekommt jedoch Jan, der die Mannschaft mit einer tollen Leistung pushte!

Wegen solchen Spielen betreiben wir diesen Sport und vor allem lieben wir diesen dafür!

HG KaL – SSG Humboldt II 11:23

2. Männer

Unsere Zweite musste bereits am Freitagabend um 19 Uhr bei der HG KaL in der Sporthalle in der Neuen Kantstr. Antreten. Die Mannschaft trat mit einem vollen Kader an und findet sich in der Besetzung immer mehr zusammen. 13 Spieler fanden diesmal den Weg in die Halle. 

Schlüssel zum Sieg sollte die Deckungsarbeit werden. Lediglich zwischen der 15. und 30. Minute ließen unsere Mannen die HG KaL in Person von Carsten Sternberger mitspielen. Es gestaltete sich über das gesamte Spiel jedoch ein kleines Privatduell zwischen eben jenem Carsten Sternberger und unserem Olaf Störch. Dieses Duell konnte Olaf mit 10 Toren gegen Carsten Sternberger mit 8 Toren für sich entscheiden.

Die bereits angesprochene Deckungsarbeit ließ in den ersten 13 Minuten kein Tor zu um im Anschluss nach 32:24 Minuten das letzte Gegentor aus dem Spiel heraus zu bekommen. Bis zum Ende des Spiels konnte die HG KaL nur noch einmal von der 7 Meterlinie aus treffen um die letzten gut 20 Minuten ohne weiteren eigenen Treffer zu bleiben. 

Bis auf 15 schwächere Minuten konnte die zweite Mannschaft das Spiel bestimmen und zeigte vor allem in der Deckung eine ordentliche Leistung.

 

SSG Humboldt I – Hermsdorf/Waidmannslust II 25-30 (13:15)

1. Männer

Ein Spiel welches vorab geprägt war von Abwesenheit wurde durch die Sprunggelenksverletzung von Thomas Nolden in der ersten Halbzeit noch verschärft. Durch das Aushelfen des Trainergespanns Sieber/Heine konnte das Spiel in voller Stärke und ausreichend Rückraumspielern zu Ende gebracht werden. Das Spiel zeigte sich nach dem Ausscheiden von Thomas Nolden nicht mehr im Verbund sondern deutliche Abstimmungsprobleme in Angriff und Abwehr traten zu Tage. Thomas Kannst. Und Jakob trainieren nach längerer Ausfall Zeit erst seit kurzem wieder mit der Mannschaft, aber machten ihre Sache dafür aber gut. Einzig Christopher wusste zu gefallen und traf insgesamt sieben Mal.
Eine katastrophale Wurfauswahl von allen anderen Positionen ließ kein besseres Ergebnis zu.
Für das was nach dem Spiel passierte, können wir uns nur entschuldigen. Dies ist absolut indiskutabel und hat im Sport nichts zu suchen. Die Ursachen dafür sind sicherlich eine tiefsitzende Enttäuschung über den Saisonstart und die Art und Weise wie wir aktuell auftreten in Quantität und Qualität!

SSG HUB II – Hermsdorf/Waidmannslust III 15:15 (6:6)

2. Männer -

Wie ein Déjà-Vu kam dieses Spiel daher, da man hätte zwei Punkte hätte einfahren können. Die Stimmung anschließend in der Kabine kann als niedergeschlagen bezeichnet werden. Der einschlägige Tenor nach dem Spiel: Wir haben den gegnerischen Torhüter berühmt geworfen. Schrotti im Tor der SSG hielt jedoch nicht weniger Bälle. Somit gilt es sich im Training wieder die nötige Sicherheit zu holen um wieder bessere Abschlüsse zu erzielen.

BSV 92 II - SSG Humboldt I 16:28 (7:13)

1. Männer - 01.10.2017

Am vergangenen Wochenende ging es gegen die zweite Mannschaft des BSV 92 II. Eine Mannschaft welche nur schwer einzuschätzen war vorab. Spielten sie in den vergangenen Jahre immer wieder eine gute Rolle in der Bezirksliga. Die Mannschaft der SSG bekam bereits unter der Woche im Training die klare Aufgabe sich auf die eigene Stärke zu besinnen und die Konzentration auf ihr eigenes Spiel zu legen.


Diese Vorgabe setzte sie in den ersten knapp 15 Minuten sehr gut um und führte folgerichtig mit 8:2. Im gesamten Spielverlauf ließ man dem BSV nur zweimal zwei Tore in Folge machen und so gab es keine Möglichkeit für den BSV II die Rückstand zu verkürzen. Trainer Sieber nutzte die zweite Hälfte auch um seinen Spielern die Möglichkeit zu geben auf anderen Positionen, vor allem in der Deckung, die Abstimmung mit seinen Nebenleuten zu finden.


Alles in allem konnten wir dem BSV 92 II früh die Hoffnung nehmen, dass sie hier etwas gewinnen können. Vor allem für unsere Rückkehrer Christopher, Paul und Thomas K. war es eine gute Möglichkeit um sich wieder an die kleine Lederkugel zu gewöhnen.

 

 

BSV 92 II: Hansen O. (7/2), Niehues H. (2), Schütze C. (1), Vorpahl J. (1), Knaack F. (3/3), Paschke L. (1), Herzog J., Lennart L. (1), Rieckhoff S.

 

SSG Hub: Röhle (1 gehaltener 7m), Raschke G. (2), Kette F. (3), Nolden T. (6), Neetzow P. (2),
Körnig A. (5), Wehe M. (9/2), Kaps C. (1), Krebsbach T.

SSG Humboldt I – HC Pankow 20:22 (11:9)

1. Männer

Um das Fazit mal vorweg zu nehmen: Wir kommen langsam in der neuen Klasse an! Die Mannschaft zeigte sich deutlich verbessert in allen Mannschaftsteilen, trotz vieler Absagen im Vorfeld. Das Ergebnis lässt es bereits vermuten, dass beide Abwehrreihen inklusive der Torhüter dieses Duell dominierten. Unsere Rückraumachse mit Thomas, Jakob und André zeigte sich nicht weiter verunsichert, sondern versuchte dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Vor allem das Zusammenspiel mit Flo am Kreis schien ein vielversprechendes Mittel zu sein. Jakob und André wussten offensiv wie defensiv immer wieder zu gefallen mit eigenen Abschlüssen oder guten Anspielen. Bedenkt man, dass der HC Pankow am ersten Spieltag 37 Tore erzielte, können wir mit der Abwehrleistung sehr zufrieden sein.
Alles in allem war dies ein Schritt in Richtung Normalform. Der traditionell schwierige September neigt sich dem Ende und alle sehnen den Semesterstart herbei, da dies unseren Kader wieder deutlich breiter werden lässt und somit die Belastung und Verantwortung noch breiter verteilt werden kann.
Auch unsere Neuzugänge, Flo und Jakob, finden immer mehr Bindung zum Spiel.
Nun heißt es am kommenden Wochenende gegen die zweite Vertretung des BSV 92 diesen Aufwärtstrend fortzusetzen. Es gilt die Ruhe zu bewahren und sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und sämtliche Störfaktoren auszublenden.

Tore: Florian Klette (2), Thomas Nolden (5), Jakob Herrschel (2), Andre Körnig (6), Sebastian Filter (2), Manuel Opitz (3)

SSG Humboldt II – SG GM/BTSV 1850 II 25:25

2. Männer

Die Zweite bestritt ihr erstes Saisonspiel. Die Voraussetzungen waren jedoch nicht die Besten, da kein etatmäßiger Torhüter anwesend war. Martin half im Tor aus, da er noch die meiste Erfahrung zwischen den Pfosten vorweisen kann. Es zeigte sich, dass der Motor noch nicht richtig rund lief. War es doch ein Spiel in welchem der Sieger durchaus SSG Humboldt II hätte heißen können. Die individuellen Leistungen lassen jedoch auf eine erfolgreiche Saison hoffen.

 

 

Tore: Robert Förstermann (9), Volkmar Schubauer (5), Olaf Störch (4), Andreas Priller (3), Björn Brückner (2), Markus Engemann (2), Georg Fischer (1)

SSG Humboldt I – TSV Marienfelde

1. Männer

Erster Spiel in der Bezirksliga in Marienfelde beim TSV!

Große Anpassungsschwierigkeiten zeigte die erste Mannschaft beim Saisonauftakt gegen den TSV Marienfelde. Vor allem die neue Regelung bezüglich der Schiedsrichteransetzung sorgte für große Probleme. Marienfelde griff auf den Sportskameraden Hoffmann zurück. Wie das Publikum schilderte ist er kein unbeschriebenes Blatt im Süden von Berlin. Vor ab sei ihm gedankt, dass er sich zur Verfügung stellte in die Rolle des objektiven Spielleiters zu schlüpfen. Es sei angemerkt, dass diese Rolle in keiner Phase des Spieles durch den Sportskameraden Hoffmann ausgeübt werden konnte. Weder leitete er das Spiel, noch ließ er Objektivität erkennen. Dies soll nicht als Parteilichkeit wahrgenommen werden, sondern viel mehr als eine kritische Anregung an den Sportskameraden Hoffmann. Fasste er doch Emotionalität und Nachfragen bezüglich seiner Entscheidung bereits in den ersten beiden Angriffen als persönlichen Angriff auf. Seine Reaktion gipfelte in einer Vielzahl von unerklärlichen Entscheidungen. Ab Mitte der zweiten Halbzeit waren selbst die Spieler des TSV Marienfelde dem Mitleid nahe und boten dem Sportskameraden Hoffmann regelmäßig ihre Unterstützung an. An dieser Stelle wünsche ich den Verantwortlichen des TSV Marienfelde in den kommenden Heimspielen ein glücklicheres Händchen bei der Wahl eines Spielleiters. Denn sollte das Nichtansetzen von Schiedsrichtern in der Kreisliga und Bezirksliga dazu führen, dass mit einem gewissen Kalkül solche Leute, wie der Sportskamerad Hoffmann, an die Pfeife gelassen werden, wird dies unserem Sport nicht dienlich sein.
Ein riesen Kompliment ist beiden Mannschaften auszusprechen, dass sie dieses Spiel ALLEIN im Rahmen der Regeln ausgetragen haben!

 

Es wurde aber zwischendurch auch tatsächlich Handball oder sowas ähnliches gespielt. Von daher versuche ich mich in den folgenden Zeilen mit Kritik an der Leistung des Sportskameraden Hoffmann zurückzuhalten.


An dieser Stelle alle Fehlenden aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Von daher sollen die Debüts von Jakob und Flo Erwähnung finden. Die Mannschaft, äh nein die Ansammlung von Spielern, welche sich einfand, ließ über weite Strecken des Spiels ihre Qualitäten vermissen. So mangelte es an diesem Tag an Einsatz, Willen, Spielwitz und Spielintelligenz, Präzision und Tempo! Im Gegensatz sorgten wir für viele Punkte in Statistiken wie technische Fehler, Fehlwürfe oder auch verlorene 1:1 Situationen. Beide Halbzeiten können jedoch auch mit dem Verslein: „Erst war es Unvermögen und dann kam auch noch Pech dazu“ beschrieben werden. Denn auch in der Statistik Pfosten- und Lattentreffer waren wir weit vorn dabei. Dem TSV Marienfelde reichten einfachste Mittel um zu ihren Toren zu kommen, da wir das Handballspielen nie angefangen haben.
Einem 5-minütigen Aufbäumen in der zweiten Hälfte, folgte die vollständige Demontage!

Allen Spielern sei auf diesem Wege gesagt: Willkommen in der Bezirksliga! Es geht nur mit den Tugenden der letzten Saison! Ihr könnt es nur als ein Team schaffen!

 

Alles in Allem fällt es mir schwer dem TSV Marienfelde zu einem gelungenen Auftakt in die Bezirksliga zu gratulieren, da die Begleitumstände leider nicht passten. Trotzdem nutze ich die Möglichkeit: Glückwunsch zum Auftakt an den TSV. Wir freuen uns darauf euch im Rückspiel ein besserer Gegner unter besseren Bedingungen zu sein.


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