Spielberichte

Hier findet ihr alle Spielberichte der SSG Humboldt. Die aktuellsten stehen natürlich immer oben.

Der kürzeste Weg nach Europa ….

20:29 - Heispiel gegen KSV Ajax - 1. Männer - 05.10.2019


… führt gemäß alter Weisheit über den Pokal. Mit diesem Wissen im Hinterkopf empfingen wir also am gestrigen Dienstagabend die erste Vertretung von KSV Ajax aus der zwei Klassen höheren Verbandsliga zur zweiten Pokalrunde. Die erste Runde konnten wir dank eines ominösen Freiloses bereits schadlos überstehen.
Die Vorzeichen für das Spiel waren durchwachsen: So waren doch gleich drei Spieler nicht ganz fit bzw. rekonvaleszent und hatten frei nach Horst Schlämmer Knie. Dazu lag ein geschwächter Spieler mit Influenza im Bett (Hinweis für unsere jüngeren Leser: die Krankheit, bitte nicht mit diesen YouTube-Typen verwechseln), ein weiterer musste sich sogar ganz abmelden und übernahm tapfer einen vakanten Platz am Kampfrichtertisch. Hinzu kam noch der Ausfall von Berlins wahrscheinlich schönstem Medizinstudenten (wir berichteten), der nun endlich seinen erweiterten Wochenendkurs Medizin abgeschlossen hat. Beste Glückwünsche an dieser Stelle. Nichtsdestotrotz war der Rest der Truppe gut gelaunt und allesamt pünktlich in der Kabine, lediglich ein gewisser Trainer M. Sander ließ kurz auf sich warten (Originalzitat: „Kostet!“).
Mit motivierenden Worten („Wir verschenken uns nicht, aber verkaufen uns teuer“) des Mentalitätsmonsters und Abteilungsleiter M. Engemann ging es dann rein ins Spiel. In den ersten Minuten wurde leider mehr verschenkt – und zwar gut rausgespielte Torchancen, so dass es nach 5 Minuten 0:4 stand. In der achten Minute erlöste Wurfkuh Wehe dann die SSG per 7-Meter, von da an entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel: Der Abwehrverbund stand sicher, vorne wurden die Angriffe konsequent zu Ende gespielt und durch besagten Wehe vollendet. So stand es nach 15 Minuten 4:6 und der Gästecoach zog die Grüne Karte. SSG-Trainer Sander hatte im Gegensatz dazu am Spiel wenig auszusetzen – Beobachter staunten über diese absolute Seltenheit. In der Folge erarbeitete sich der technisch und auch körperlich überlegene Gegner ein leichtes Übergewicht (insbesondere durch gute Torhüterleistung und darauffolgende Gegenstöße) und konnte sich bis zur Pause nach und nach auf 10:15 absetzen.
Die Halbzeitanalyse verlief ähnlich wie im Timeout: Das sei eine ansprechende, geschlossene Mannschaftsleistung gegen einen höherklassigen Gegner gewesen, an der es wenig auszusetzen gab.
Die zweite Halbzeit begann vielversprechend mit zwei schnellen Toren, wurde dann aber durch teilweise unnötige Zwei-Minuten-Strafen verkompliziert. So machten wir aus der Not eine Tugend und trainierten unser Unterzahlspiel intensiver als sonst – und das gar nicht schlecht.
Entschieden wurde das Spiel dann allerdings rund um die 40. Minute, als wir drei Tore hintereinander hinnehmen mussten (14:21). Anschließend merkte man den Spielern der SSG das fordernde Spiel an, was aber durch Willen und Einsatzbereitschaft (fast) wettgemacht wurde. Letztendlich ging es über einen zwischenzeitlichen 10-Tore-Rückstand beim 16:26 bis zum Endstand von 20:29 gleichmäßig hin und her — sowohl bei den Toren als auch den Torhüterparaden. Nach dem Spiel wurde dann noch mannschaftsübergreifend diskutiert, ob die Rückennummer 85 oder 86 die bessere für die Torhüter sei. Die Entscheidung sei dem Leser selbst überlassen.
Fazit des Spiels: Europa muss noch kurz warten, nächste Saison dann aber versprochen, und wir haben uns mit der wohl besten Leistung der noch jungen Saison teuer verschenkt (oder so ähnlich) und wünschen dem KSV viel Erfolg in den kommenden Runden.
PS: Die Lottozahlen für diese Woche sind 28:20 – 32:51 – 53:42. Lustigerweise sind das die Zeitmarken, an denen Doktor André Körnig das Spielfeld verlassen musste. Superzahl ist die 8, so oft sah die SSG das Victory-Zeichen des Schiedsrichters Greif.

 

SSG Humboldt: Röhle (im Tor mit Rückennummer 85), Kaps (4), Neetzow, Körnig (2), Krebsbach (3), Dessau (1), Wehe (6/3), Herrschel (3), Bartsch, Werner (1)

Das war der Sport. Und nun: Zum Wetter.

29:24 - Spiel gegen SG Hermsd.-Waidm.lust II  - 1. Männer- 28.09.2019


Auch nach diesem Wochenende muss natürlich ein Spielbericht folgen, wobei der Ersteller dieser Zeile sich Mühe geben wird, sich auf das Positive dieses Samstagnachmittags beschränken werde – leider gehört das Spiel gegen die SG Hermsd.-Waidm.lust II nicht dazu, weshalb ich diesen Teil des Samstages recht kurzhalten werde. Wer rein handballerisches Interesse beim Lesen dieses Spielberichtes haben sollte, scrolle bitte ein wenig nach unten, um hier auf seine Kosten zu kommen.
Es begab sich also an diesem Samstag, dass wir gemeinsam die Reise in den Norden Berlins antreten sollten und uns damit wundersamer Weise, ist die SSG doch in so ziemlich allen Berliner Ortsteilen wohnansässig, zusammen in der S-Bahnlinie S1 wiederfinden sollten. Nach Anreiseschwierigkeiten in der letzten Woche zu unserem Heimspiel und der entsprechenden Reaktion des Trainers Sanders (er war verständlicherweise begeistert, wie man sich vorstellen kann), gaben wir uns diesmal alle Mühe geschlossen pünktlich einzutreffen, was durch die Bank dank gemeinsam genutzter Bahn auch gelang. Anreiseweltmeister war wie immer unser Linksaußen Kai Dessau, der mittlerweile eine atemberaubende Karriere auf Rechtsaußen hingelegt hat (wir berichteten). Nach rund 13-minütiger Erkundung der Umgebung auf dem Weg von der S-Bahnstation zur Halle fanden wir uns mit sage und schreibe neun Mann in der Kabine, begrüßt durch eine freundliche Hallenwärterin, wieder. Einzig die Tatsache, dass gleich drei Spieler vor Beginn der Partie mitteilten, auf Grund körperlicher Beeinträchtigung nur eingeschränkt einsatzbereit zu sein, konnte unsere Stimmung drüben. Allerdings wollen wir auch das positiv auslegen, denn so scheinen die Recken der SSG überaus achtsam zu sein, wenn es um die Leistungsfähigkeit ihres eigenen Körpers geht. Waren wir bisher immer mit nahezu minimalistisch besetzter Bank unsere Spiele angetreten, wurde die Besetzung jeder Position am heutigen Samstag so zu einem echten Problem. Einzig (fast Doktor) Paul Neetzow, dem neben seinem Kopf nach Feier der erfolgreicher Abgabe seiner Promotionsarbeit (herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle), auch das Knie schmerzte, durfte daher 60 Minuten auf der Bank Platz nehmen und war kurz darauf direkt zum Mannschaftsverantworlichen erklärt worden, da sich unser Trainer Marcus Sander nach durchaus erfolgreichem Saisonstart im wohlverdienten Urlaub befand.
Nun aber schnell zum Sportlichen, ehe es so positiv weitergeht:
1. Die Mannen der SG Hermsd.-Waidm.lust II tendieren zu einer sehr offensiven Abwehr, was uns zunächst vor Probleme stellte, da sie uns zu erfolglosen Würfen von elf Metern zwangen. Bei ordentlichem Laufspiel z.B. mittels Einläufern, Aufbausperren und Eins-gegen-Eins Situation aus dem gestoßenen Tempospiel waren die Abwehrreihen jedoch durchaus zu überwinden.
2. Zudem verfügte die gegnerische Mannschaft über einen Halblinken namens „Olaf“, der gut und gerne auch mal über den Block bei ansonsten gut stehender Deckung platziert seine Würfe in die Winkel setzt.
3. Man gewinnt gegen keine Mannschaft dieser Welt, wenn man mehr technische Fehler macht als Kai Dessau Kilometer bei der Anreise aus dem Fernen Lichtenrade zurücklegt – bei besagter Kaderstärke lässt sich so der zwischenzeitliche Rückstand von fünf Toren nicht mehr aufholen.
Damit sei das Spiel kurz zusammengefasst und als letzter Wehmutstropfen festzuhalten, dass unser erneut starke Halblinke Thomas Heine sich in der Schlussphase noch verletzte und wohl längerfristig ausfallen wird.
Erfreulich erneut der in der Vergangenheit schon vielbeschriebene Rob Röhle im Tor, der ein mögliches deutlicheres Ergebnis immer wieder zu verhindern wusste.
Schön sei zudem noch zu erwähnen, dass man sich danach mit der erfolgreicheren Zweiten auf Speis und Trank im viertbesten Bezirk der Welt treffen konnte (man google und staune) und uns nun erst einmal ein wenig Zeit gegönnt ist, um Energie zu tanken, für den ein oder anderen Spieler zurückzukehren und zu genesen. In diesem Sinne freuen wir uns am 20.10. den TSV Rudow III nach der Herbst-/Pokalpause begrüßen zu dürfen.


Es spielten: Röhle (Tor); Heine 6; Kaps 5; Engelhard 2; Dessau 2; Filter 1; Wehe 7; Herrschel 1

Angekommen auf dem harten Parkett der Stadtliga

21:27 - Spiel gegen SG Narva Berlin III - 22.09.2019


Nach zwei erfolgreichen Spielen zu Beginn der Saison galt es an diesem Wochenende dem perfekten Saisonstart das i-Tüpfelchen aufzusetzen und vor der Pause im Oktober das Punktepolster noch auf ein 6:0 aufzubessern. Vorweg, aus einem kreativen Bierflaschen-Punkte-Post bei Instagram wurde dieses Mal nichts. Angekündigt wurde uns eine „Wundertüte“ von Coach Marcus Sander, bei der mit allem zu rechnen sei.
Was nach dem Werbespruch eines zwielichtigen Drogendealers im Görli klingt, erhielt durch die Vergangenheit des Trainers ein außerordentliches Gewicht. So dürfte der geneigte Leser wissen, dass der Chefcoach allerbeste Verbindungen zur SG Narva hat – zum einen privat (man lese alte Spielberichte zum Thema „Schatzigate“), zum anderen als aktiver Spieler des Vereins.
Nichtsdestotrotz war klar, dass dieses Spiel ein erster Gradmesser der noch jungen Stadtliga-Saison werden sollte. Konnten wir uns bisher als Aufsteiger teuer verkaufen, stand uns nun ein Gegner gegenüber, der seine ersten beiden Spiele souverän gewonnen hatte und mit breitem, ausgewogenem Kader seine Reise in die Wartiner Straße antrat.
Trotzdem waren wir optimistisch ein gutes Spiel zeigen zu können, sollten wir dieses Mal doch eine komplette Bank zur Verfügung haben (man beachte: ganze 11(!!), in Worten ELF [oder „ÖLF“ in manchen Stadtteilen Berlins] Spieler standen auf dem Spielberichtsbogen). So kam es, dass neben Jakob Herrschel, zurückgekehrt nach einem Auslandjahr in China, Tim Werner nach seinem beruflichen Umzug nach Berlin zu seinen ersten Einsatzminuten – und einem fast noch wichtigeren Ersteinsatzkasten – kam und wir bis auf unsere klare Nummer 1, die nicht einmal ein Uli Hoeneß in Frage stellen würde, auf jeder Position wechseln konnten.
Ähnlich wie in den letzten beiden Partien kamen wir gut ins Spiel, die Defensive stand gut, vorne erzielten wir das ein oder andere Tor. Nun kann der Spielstand jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Anfangsphase durch beide Abwehrreihen geprägt war und es so nach zehn Minuten erst 2:3 stand.
Der von Freund und Gegner hochgeschatzte Coach Sander entschied, in das stockende Angriffsspiel einzugreifen und eine Auszeit zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt gelang es der stark kämpfenden Narva-Defensive immer wieder unsere Lauf- und Passwege zuzustellen, weshalb der Coach an die beliebte Laufarbeit ohne den Ball appellierte und uns anhielt, bei Ballverlust konsequent nach hinten zu arbeiten.
Nun waren wir also fest entschlossen, unsere große Stärke, besagte Beinarbeit also, auf das Parkett zu bringen. Auf diese Aufgabe konzentriert, unterliefen uns leider immer wieder technische Fehler, die der Gegner gnadenlos zu einem komfortablen Vorsprung nutzte. Beim Stand von 13:17 ging es in die Pause.
Leider setze sich die Fehlerserie in der Offensive auch in der zweiten Hälfte fort, sodass es nie gelang ernsthaft zum Gegner aufzuschließen. Es ist wohl oben genannter Nummer 1 aka 85 (diese Rückennummer steht übrigens nicht nur für sein Geburtsjahr, sondern auch für sein Sexappeal auf einer Skala von 1-10) Robert Röhle zu verdanken, dass wir in dieser Phase nicht auseinanderbrachen und die SG Narva sich so weiter absetzen konnte.
Erfreulich, dass erneut Kai Dessau auf Außen zu Treffern kommen konnte und den Weg zum Tor besser fand als vor dem Spiel den Weg zur Halle. Einen letzten Versuch das Ruder noch einmal herumzureißen, unternahm Coach Sander mit seiner Auszeit zehn Minuten vor Schluss. Der Rückraum der SG Narva, von Coach Sander als besonders gefährlich eingeschatzt, sollte kurz genommen werden. Vorne sollte konzentriert bis zur klaren Chance gestoßen werden. Man möchte über das Folgende nicht viele Worte verlieren. Denn zwar stellten wir die Mannen des SG Narva vor eine Herausforderung in der neu formierten Defensive und hatten mit Robert „Rob“ Röhle nach wie vor einen sicheren Rückhalt, so gelang uns vorne nicht mehr viel.
Damit sei wohl festzuhalten: Wir sind in der Stadtliga angekommen, in der wir sicher gegen jeden Gegner mithalten können und bei konzentriertem Spiel auch den ein oder anderen Punkte entführen können. An diesem Nachmittag war aufgrund der konzentrierteren Leistung von Narva für uns nichts zu holen war. Dennoch erfreulich ist, dass manche Dinge sich nie ändern und sich wie eh und je Markus Wehe als erfolgreichster Schütze im Spielbericht verewigen konnte.
In diesem Sinne wollen wir noch einmal alles geben gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen Mannen der SG Hermsd.-Waidm.lust II nächste Woche, ehe eine Spielpause bis Mitte Oktober ansteht, welche für eine Pokalrunde genutzt wird und hoffentlich die Rückkehr des ein oder anderen verletzen Spielers ermöglicht.


Es spielten: Röhle (Tor), Heine 4, Kaps 4, Engelhard, Neetzow 1, Dessau 2, Filter 3, Krebsbach, Wehe 5, Herrschel, Werner 2


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