Herzlich willkommen in der Handballabteilung der SSG Humboldt!

Auf dem harten Boden der Bezirksliga

30:18 - Heispiel gegen BTV II - 1. Männer - 16.02.2019

Wohl durch die harte Weihnachtsfeierzeit geschwächt, versammelte sich die SSG Humboldt nicht ganz vollzählig am Sonntagabend bei der SG OSF Berlin IV und durfte sich auf Unterstützung aus der zweiten Mannschaft freuen, die auch aus diesem Grund ihr eigenes Spiel hatte absagen müssen. Vielen Dank dafür nochmal an dieser Stelle.

Es sollte ein denkwürdiges Spiel werden, nicht nur wegen der Personallage, sondern auch wegen des Austragungsorts im alten Westen der Stadt. Dass das Spiel nach Informationen von Trainer Sander in einer „typischen Westhalle“ stattfand, rief bei einigen Spielern, dem Autor dieser Zeilen eingeschlossen, große Nervosität hervor. Denn wenn man bedenkt, dass die SSG Humboldt sonst fast ausschließlich in Osthallen spielt und trainiert, ergaben sich nervenaufreibende Fragen: Würde jeder den Eingang zur Halle finden? Ist dort etwa noch Asbest verbaut? Und wie würde sich all das aufs Spiel auswirken?

Humboldt begann dementsprechend nervös, kassierte nach 24 Sekunden schon den ersten Treffer. Die ersten zehn Minuten lang wirkte die SSG von der Westhallen-Kulisse mit anfangs nicht vorhandenen Zuschauern gebremst, fast schon lethargisch. Erst nach und nach erwachten die Gäste, fanden ihre Chancen und überwanden den gegnerischen Torhüter. Auch die Abwehr griff beherzt zu, Ballverluste der Heimmannschaft waren die Folge. Das teilweise lasche Rückzugsverhalten von OSF ermöglichte den ein oder anderen Konter, woraufhin die SSG deutlich in Führung ging. Fazit der ersten Hälfte: Acht Tore kassiert, 19 geworfen. Eine angemessene Bilanz, wenn man auf die Tabelle schaut: OSF kämpft am Tabellenende um jeden Punkt, die SSG hat sich mittlerweile in der Spitzengruppe festgesetzt.

Kommen wir lieber zu der zweiten Halbzeit, denn wie jeder weiß, ist diese bei der SSG immer für eine Überraschung gut. Die Ansage von Coach Sander zu Beginn des Spiels war, zu zeigen, dass seine Spieler unabhängig vom Gegner immer fünfzig Minuten guten Handball spielen können. Aufmerksame Leser werden sich denken, was nun kommt: Die SSG scheiterte spektakulär an dieser Vorgabe.

Es mag natürlich daran liegen, dass die in typischen Westhallen verarbeitete Bausubstanz auf die sportliche Leistungsfähigkeit der SSG drückte. Auch denkbar ist, dass sich im Laufe des Spiels der Ball magnetisch aufgeladen hatte und stets den Weg an den Körper des heimischen Torhüters fand – selbst wenn dieser sich eigentlich schon weggedreht hatte. Das, was Humboldt in der zweiten Halbzeit aufs Parkett brachte, hatte weder Hand noch Fuß noch irgendwas dazwischen.

So entwickelte sich ein Spiel, bei dem keiner der Mannschaften eine spielerische Idee hatte, was André Körnig bei seiner Auswechslung messerscharf analysierte. Lassen wir also den Doktor der Physik zu Worte kommen, der beruflich mit wirklich sehr präzisen Mikroskopen zu tun hat und deswegen eine Ahnung von Wahrnehmung hat: „Jetzt fühlt es sich richtig wie Bezirksliga an.“ Derweil ließ sich Doktorand Paul Neetzow zweimal unsanft auf den harten Boden dieser typischen Westhalle werfen.

Schaut man sich die zweite Hälfte an, so hatte die SSG diese nur knapp mit 10:11 gewonnen. Dank der ersten Hälfte ergab sich ein Endstand von 18:30. Zum Abschluss der Hinrunde findet am kommenden Sonntag um 18 Uhr das Spiel zwischen dem BTV 1850 III und der SSG Humboldt in der Darßer Straße statt.

SSG Humboldt: Lindenau, Röhle (beide Tor), Kaps (3), Klette (2), Neetzow (3), Körnig (4/1), Engemann, Krebsbach, Förstermann (2), Wehe (12/4), Bartsch (4)

SSG Humboldt II – Vgg Adler 12

26:19 (15:10) - 2. Männer - 25.11.2017

Auch in diesem Spiel lag die Zweite stets in Führung und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Gab es zuletzt noch Kritik an den Zuspielen zum Kreis, konnte dies in diesem Spiel deutlich verbessert werden. So kam André Bartsch auf 10 Tore und zeigte sich sehr sicher in seinen Abschlüssen. Die Spielfreude und das Zusammenspiel verbessert sich von Spiel zu Spiel und es macht Spaß diese Entwicklung zu verfolgen.

Spendenaktion der SSG Humboldt

Bevor heute die Saison für uns losgeht, möchten wir die Chance nutzen, um einen kurzen, liebevollen Bericht von unserem Ausflug zu dem Kinderheim Наш дом in der Nähe von Kaliningrad zu veröffentlichen. Lasst den Kindern unbedingt ein paar Herzen und Likes auf ihrer Seite (siehe unten) da!

Am Tag der großen Geschenke-Gala mussten wir uns erst einmal nackig machen. Zivilkleidung ausziehen, rein in die Uniform, lautete die Ansage unseres Trainers und Handball-Abteilungsleiters Markus. Wie immer, wenn der Trainer einem etwas sagt, gehorchten wir natürlich und schlüpften in unsere farbschönen Trikots. Geschlossen ging es auf den Schulhof der Einrichtung, bis unsere Gruppe von den auf uns zulaufenden Kindern brutal auseinandergerissen wurde. Der eine sollte mitkommen und Ball spielen, der andere auf ein Spielzeugauto aufpassen, einige wurden in aufregende Gespräche hineingezogen, bestehend aus Brocken einer deutsch-russischen Fantasiesprache. 

Наш дом, "Unser Haus", ist eine Einrichtung, in der Kinder aus sozial schwachen Familien betreut werden, Waisen im Kinderheim untergebracht werden, Kinder mit Behinderung betreut werden. Wir kamen pünktlich zum großen Sommerfest, der erste Programmpunkt: warme Worte und lange Reden. Kommende Woche sollte die Schule wieder beginnen, fleißige Kinder bekamen von der örtlichen Bankdirektorin Lern- und Malutensilien überreicht. Dann waren wir dran, als die neuen Sportsfreunde aus Deutschland wurden wir angekündigt, und als diese überreichten wir den Kindern einen kompletten Trikotsatz sowie mehrere Fuß- und - selbstverständlich auch - Handbälle. Während einige sich durch die Einrichtung führen ließen, betätigten sich die anderen sportlich und nahmen an einem Fitnesslauf teil. Je nachdem, wen man fragte, betrug dessen Länge zwischen 800 und über 4000 Metern, dementsprechend unterschiedlich groß waren die Schweißflecken auf den Trikots.

Es folgten ein geniales Picknick mit Wassermelonen, Kirschkuchen und deftigen Kartoffel-Fleisch-Gerichten, bevor wir die Kinder problemlos vom Handballsport überzeugen konnten: Sie durften gegen unsere Torhüter 7-Meter-Würfe trainieren. Wer unsere Torhüter kennt, der weiß, dass das ein oder andere Erfolgserlebnis für die Kinder garantiert war, und so verabschiedeten wir uns nach gut drei Stunden von diesen wunderbaren Menschen. Umso größer war die Freude natürlich, als am nächsten Tag ein paar Kinder und die Direktorin zum Handballturnier kamen und uns ordentlich anfeuerten - auch wenn wir am Ende nur auf dem dritten Platz landeten. Schöne Fotos vom Sommertag haben unsere neuen Freunde kurz darauf schon ins Netz gestellt:

SSG in Russia 2017

IX Internationales Turnier Kaliningrad

Torhüter des Turniers


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